Exkursion in die Bregenzer Innenstadt: Rundgang Widerstand, Verfolgung und Desertion
Am 18.03.2025 durften wir, die 4adb und 4bdb, an einem Rundgang durch die Bregenzer Innenstadt teilnehmen, der uns die Geschichte des Vorarlberger Nationalsozialismus näherbrachte. Gemeinsam mit unserer Geschichtelehrerin Frau Prof. Sieger, besuchten wir diverse Stationen.
Wir trafen uns beim Widerstandsmahnmal am Sparkassenplatz, auf dem 100 verschiedene Widerstandskämpfer auf einer Fallblattanzeige dargestellt sind. Dieses Mahnmal ehrt jene Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die dem nationalsozialistischen Regime Widerstand leisteten, Verfolgten halfen und trotz schwieriger Umstände Menschlichkeit bewiesen.
Vor dem Theater am Kornmarktplatz sammelten wir uns in Kleingruppen und definierten Begriffe wie Widerstand, Widersetzlichkeit und Deserteur. Anschließend wurde uns erklärt, wie die Nazis den Platz und das Theater für ihre Propaganda nutzten. Außerdem sahen wir uns Gedenktafeln im Stadtzentrum an und lauschten den Geschichten, die unsere Guides erzählten. Besonders erschütternd fanden wir die Tafel der namenlosen Euthanasie-Opfer und die Geschichte über die „Hungersuppe“.
Sehr beeindruckend war die Schilderung über Maria Stromberger, eine Krankenschwester, die sich freiwillig nach Auschwitz versetzen ließ, um Häftlingen zu helfen. Sie setzte sich dafür ein, dass Informationen über die grausamen Zustände im Konzentrationslager nach außen drangen. Im Krankenrevier schmuggelte sie Medikamente und Nahrungsmittel zu den Gefangenen, versteckte Kranke und pflegte sie.
Der Rundgang durch Bregenz machte uns bewusst, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Geschichten jener Menschen nicht zu vergessen, die ihr Leben riskierten, um Widerstand zu leisten. Diese Exkursion hat uns tief beeindruckt und zum Nachdenken angeregt.
Jonathan Knaus, Sümeyra Celebi, Lea Arndorfer 4adb